Jede Ungleichung lässt sich zeichnerisch lösen:
  1. Betrachte die Terme links und rechts vom Ungleichheitszeichen als Funktionsterme und zeichne ihre Grafen.
  2. Gehe dann vom Schnittpunkt aus und gib den Bereich an, wo die Grafen entsprechend der Ungleichung über-/untereinander liegen.
Beim systematischen Lösen von Ungleichungen geht man ähnlich vor wie beim Lösen von Gleichungen. Beachte aber, dass sich das Ungleichheitszeichen umdreht bei
  • Multiplikation mit einer negativen Zahl
  • Division durch eine negative Zahl
Ein Intervall wird durch zwei Grenzen festgelegt, wobei die untere Grenze links, die obere Grenze rechts steht. Z.B. bezeichnet [2;5[ die Menge aller Zahlen von 2 bis 5, wobei 2 eingeschlossen ist (da eingeklammert) und 5 nicht mehr dazu gehört (da ausgeklammert).

Links und/oder rechts kann auch ∞ stehen, das heißt dann, das es keine untere bzw. keine obere Grenze gibt. Z.B. bezeichnet ]-3; ∞[ die Menge aller Zahlen, die größer sind als -3. Beachte, dass -∞ und ∞ immer ausgeschlossen werden.

Weitere Beispiele:
]-7;5] heißt übersetzt -7 < x ≤ 5
]-∞;1[ heißt übersetzt x < 1
[9;∞[ heißt übersetzt x ≥ 9
Die Schnittstelle s zweier (nicht vertikaler) Geraden g und h unterteilt die Zahlengerade in zwei Intervalle ]-∞;s[ und ]s;∞[. In einem der beiden Intervalle liegt g vollständig über h, dieses Intervall ist also die Lösungsmenge der Ungleichung g(x) > h(x). Das andere Intervall ist die Lösungsmenge der Ungleichung g(x) < h(x).
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