Im Deutschen unterscheidet man zwischen lang und kurz gesprochenen Vokalen.
Die Länge eines Vokals kann die Bedeutung eines Wortes verändern (z. B. bieten – bitten).
Oft erkennt man die Vokallänge an bestimmten Schreibweisen, den sogenannten Dehnungs- oder Schärfungszeichen.
In den meisten Fällen wird ein betonter langer Vokal jedoch nur mit einem einfachen Buchstaben geschrieben, besonders in offenen Silben (z. B. le-sen, Ro-se).
Übersicht:
Lange Vokale und Dehnungszeichen
| Begriff |
Woran erkennt man es? |
Beispiel |
| Langer Vokal |
Klingt „gezogen“ und dauert länger; oft in offenen Silben;
nicht immer ist die Länge im Schriftbild markiert.
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Ofen, lesen, Rose
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| Dehnungs-h |
Ein „h“ nach einem Vokal zeigt oft an, dass der Vokal lang gesprochen wird;
wird nicht mitgesprochen;
im Schriftbild erkennbar (Dehnungszeichen)
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Zahn, wohnen, Sahne
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| Doppelvokal |
Zwei gleiche Vokale hintereinander (aa, ee, oo);
im Schriftbild erkennbar (Dehnungszeichen)
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Saal, Meer, Boot
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| ie-Schreibung |
ie als besondere Schreibung für den langen i-Laut;
im Schriftbild erkennbar (Dehnungszeichen)
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ziehen, Tier, spielen
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Kurze Vokale und Schärfungszeichen
| Begriff |
Woran erkennt man es? |
Beispiel |
| Kurzer Vokal |
Klingt kurz und „abgeschnitten“.
Häufig folgt ein Schärfungszeichen.
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Ball, Mitte, kommen
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| Doppelkonsonant |
Zwei gleiche Konsonanten hintereinander (z. B. ll, tt, nn, mm, ss);
im Schriftbild erkennbar (Schärfungszeichen)
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rennen, bitten, hoffen
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| ck / tz |
ck, tz stehen nach einem kurzen Vokal (anstelle von „kk“ bzw. „zz“);
im Schriftbild erkennbar (Schärfungszeichen)
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backen, Rock, Katze, sitzen
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